Die EAT-Lancet-Kommission, ein internationales Gremium aus Ernährungs-, Klima- und Gesundheitsforschung, hat im Oktober 2025 die zweite Version ihrer Planetary Health Diet vorgelegt. Die erste Fassung von 2019 war der Versuch, eine Ernährung zu definieren, die zehn Milliarden Menschen satt macht, ohne den Planeten zu überlasten. Das Update schärft nach.

Was steht drin?

Die Kernempfehlung: mindestens 80 Prozent der Ernährung aus pflanzlichen Lebensmitteln, tierische Produkte nur noch als kleiner Anteil. Die empfohlene Energiezufuhr wurde leicht von 2500 auf 2400 Kilokalorien gesenkt. Laut Bericht könnten weltweit rund 15 Millionen ernährungsbedingte Todesfälle pro Jahr verhindert werden, wenn sich die Menschheit an diesem Muster orientieren würde. Ernüchternd: Nur etwa ein Prozent der Weltbevölkerung isst derzeit so, dass es sowohl der eigenen Gesundheit als auch den planetaren Grenzen gerecht wird.

Was heißt das für dich?

Die Planetary Health Diet ist keine vegane Diät, sie lässt kleine Mengen Fleisch, Fisch und Milchprodukte zu. Aber die Richtung ist eindeutig, und wer bereits überwiegend oder ganz pflanzlich isst, liegt näher an der Empfehlung als der deutsche Durchschnitt. Interessant finde ich vor allem, dass sich die Argumentation verschoben hat: weg von „vegan als Verzicht", hin zu „pflanzenbetont als wissenschaftlicher Normalfall". Die Zahlen zur Klimawirkung habe ich im Artikel über Umwelt und Klima eingeordnet.